Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

DIE HEIMAT DES KAFFEES


Woher kommt Kaffee eigentlich?

Wenn wir über die Heimat des Kaffees sprechen, müssen wir zunächst etwas genauer werden.

Die wichtigste Kaffeespezies für Specialty Coffee, Coffea arabica, hat ihren Ursprung in Ostafrika. Besonders Äthiopien gilt als die Wiege des Arabica-Kaffees und besitzt bis heute eine außergewöhnlich große genetische Vielfalt an Kaffeepflanzen.

Von dort aus begann eine Reise, die Kaffee irgendwann in fast alle tropischen Regionen der Welt bringen sollte.

Heute wächst Kaffee unter anderem in Äthiopien, Kenia, Ruanda, Uganda, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Indonesien, Indien und Papua-Neuguinea.

Und genau das macht Kaffee so spannend: Seine Herkunft kann man schmecken.

Die Wiege des Kaffees

Der Legende nach waren es Ziegen in Äthiopien, die den Kaffee entdeckt haben sollen. Vielleicht war es nicht genau diese Ziege hier.

 

Und ob die Geschichte von Kaldi und seinen ungewöhnlich aufgeweckten Tieren tatsächlich so passiert ist, lässt sich heute ohnehin nicht mehr beweisen.

Fest steht aber: Äthiopien spielt in der Geschichte des Arabica-Kaffees eine ganz besondere Rolle.

Von den Kaffeewäldern Äthiopiens gelangten Kaffeepflanzen vermutlich zunächst in den Jemen. Von dort begann schließlich die weltweite Verbreitung von Arabica-Kaffee.

[Mehr über die Geschichte und den Ursprung des Kaffees]

Aber: Das World Coffee Research beschreibt Äthiopien als Ursprung und Zentrum der genetischen Vielfalt von Arabica und die Weitergabe von Samen von Äthiopien in den Jemen als wichtigen Schritt der späteren weltweiten Verbreitung. [Quelle: World Coffee Research | History of Arabica]

 

Kaffee hat eine Adresse

„Kaffee aus Brasilien“ ist eine Herkunftsangabe. Aber eigentlich ist sie noch ziemlich ungenau.

Denn Kaffee wird nicht nur durch sein Herkunftsland geprägt.

Interessant wird es häufig erst bei den Details:

  • In welcher Region wächst der Kaffee?

  • Auf welcher Farm oder in welcher Kooperative?

  • In welcher Höhenlage?

  • Welche Varietät wird angebaut?

  • Wie werden die Kaffeekirschen geerntet?

  • Wie wird der Kaffee anschließend aufbereitet?

  • Und wer produziert ihn eigentlich?

 

Bei Specialty Coffee können solche Informationen teilweise bis zur einzelnen Farm, Produzentengruppe oder sogar zu einem bestimmten Lot zurückverfolgt werden.

Genau deshalb sprechen wir gerne von der Heimat eines Kaffees.

Denn ein außergewöhnlicher Kaffee kommt nicht einfach nur „aus Kolumbien“.

Er kommt vielleicht aus Huila, wächst auf 1.850 Metern, besteht aus Pink Bourbon und wurde von einem bestimmten Produzenten als Washed Coffee aufbereitet.

Das erzählt schon eine ganz andere Geschichte.

 

Mehr wissen, Kaffee besser verstehen

Woher kommt mein Kaffee? Wie wurde er angebaut? Was bedeutet eigentlich Washed, Natural oder Honey Process? Warum schmeckt ein äthiopischer Kaffee häufig völlig anders als ein brasilianischer? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Arabica und Robusta?

Genau diese Fragen wollen wir hier beantworten.

Denn dann wird Kaffee noch interessanter, noch vielfältiger. Er wird ein Fass ohne Boden. Auch für deinen Geldbeutel, glaub mir. Aber im ernst: Kaffee wird deutlich interessanter, wenn man versteht, was hinter der Tasse steckt.

[Mehr über Kaffeeanbau und Ernte]

[Mehr über Kaffeeaufbereitung]

 

Herkunft und Transparenz

Je mehr Informationen über einen Kaffee verfügbar sind, desto besser lässt sich nachvollziehen, wo und wie er produziert wurde.

Deshalb interessieren uns bei der Auswahl unserer Rohkaffees neben der Qualität auch Informationen über Produzenten, Farmen, Kooperativen, Anbauregionen und Aufbereitung.

Nicht bei jedem Kaffee ist die Lieferkette gleich transparent. Wo uns diese Informationen vorliegen, geben wir sie auf unseren Produktseiten weiter.

Wer Herkunft, Anbaumethode und Aufbereitung kennt, kann seine Kaufentscheidung auf mehr Informationen stützen – und gleichzeitig besser verstehen, warum unterschiedliche Kaffees so unterschiedlich schmecken.

 

Das Anbauland ist erst der Anfang

Innerhalb eines einzigen Landes unterscheiden sich Regionen teilweise erheblich hinsichtlich:

  • Temperatur, Niederschlag

  • Höhenlagen, Boden, Varietäten

  • Erntezeiten

  • und lokaler Aufbereitungstraditionen

 

Dazu kommt die Arbeit des Produzenten. Zwei Kaffees aus derselben Region können deshalb völlig unterschiedlich schmecken.

Genau das ist einer der Gründe, warum wir bei Specialty Coffee gerne genauer hinschauen.

[Mehr über Kaffee-Herkunft und Anbauländer]

 

Washed, Natural, Honey – die Aufbereitung verändert den Kaffee

Nach der Ernte steckt die eigentliche Kaffeebohne noch in einer Frucht: der Kaffeekirsche.

Wie diese Frucht entfernt und der Samen anschließend fermentiert und getrocknet wird, hat einen großen Einfluss auf den späteren Geschmack.

Ein Washed Coffee kann beispielsweise sehr klar und präzise schmecken.

Bei einem Natural trocknet die Kaffeekirsche dagegen zunächst weitgehend als ganze Frucht. Dadurch entstehen häufig besonders intensive fruchtige und süße Aromen.

Beim Honey Process bleibt nach dem Entpulpen ein Teil des Fruchtfleisches beziehungsweise der Mucilage während der Trocknung am Kaffee.

Dazu kommen inzwischen zahlreiche kontrollierte Fermentationsmethoden – von anaerober Fermentation bis zum Einsatz ausgewählter Hefekulturen.

Kaffeeaufbereitung ist längst ein eigenes kleines Universum.

[Mehr über die verschiedenen Aufbereitungsmethoden]

 

Arabica ist nicht gleich Arabica

Auch bei den Kaffeepflanzen selbst gibt es große Unterschiede.

Die beiden wirtschaftlich wichtigsten Kaffeearten aus der Pflanzengattung "coffea" sind:

Coffea arabica – Arabica

und

Coffea canephora – häufig Robusta genannt.

Daneben gibt es weitere Coffea-Arten wie Coffea liberica, die weltweit in deutlich kleineren Mengen angebaut werden.

Innerhalb von Arabica wiederum existieren zahlreiche Varietäten und Kultivare.

Zum Beispiel:

  • Bourbon

  • Typica

  • Caturra

  • Catuai

  • Gesha

  • SL28

  • Pink Bourbon

  • Kurume

 

Sie unterscheiden sich unter anderem in Geschmackspotenzial, Ertrag, Wuchs, Widerstandsfähigkeit und den Bedingungen, unter denen sie besonders gut gedeihen.

Für uns ist das einer der spannendsten Bereiche von Specialty Coffee.

Denn plötzlich ist „100 % Arabica“ gar nicht mehr besonders präzise.

[Mehr über Kaffeevarietäten und Kaffeesorten]

 

Warum uns die Heimat eines Kaffees wichtig ist

Am Ende kaufen wir einen Kaffee natürlich nicht, weil seine Farmgeschichte besonders schön klingt.

Er muss schmecken.

Aber wenn außergewöhnliche Qualität mit einer nachvollziehbaren Herkunft zusammenkommt, wird Kaffee für uns besonders interessant.

Dann wissen wir nicht nur, wie ein Kaffee schmeckt.

Wir verstehen auch besser, warum er so schmeckt.

Region, Höhe, Varietät, Ernte, Aufbereitung und die Arbeit der Produzenten greifen dabei ineinander.

Deshalb lohnt es sich, manchmal einen Blick hinter die Tasse zu werfen. Denn guter Kaffee hat tatsächlich ein Zuhause.